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LIEBSTER Award: Minimalismus Fragen und Antworten

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Von den MinimaMusen bin ich zum LIEBSTER Award nominiert worden und danke hiermit für die Nominierung und nehme gerne teil :-)

Am Rande habe ich schon das eine oder andere Mal Beiträge zu dieser Aktion gesehen, mich aber noch nicht intensiv damit beschäftigt. Nachdem ich nun nominiert wurde habe ich versucht herauszufinden, wer denn hinter diesem Award steckt, der im Grund ein immerwährendes Blogstöcken (oder etwas negativer ausgedrückt ein virtueller Kettenbrief ;-)) ist. Fündig geworden bin ich nicht. Ich habe nur herausgefunden, dass sich schon einige andere mit dieser Frage beschäftigt haben und trotz umfangreicher Recherche zu keinem Ergebnis gekommen sind.

Okay, worum geht es? - Ich und einige andere haben von den MinimaMusen elf Fragen gestellt bekommen, die es in einem Blogbeitrag zu beantworten gilt. Dann sollten bis zu elf weitere Blogger (eher unbekannte sollen es sein) wieder elf (neue) Fragen gestellt werden usw.

Meine Antworten

Da ich die Fragen zum Thema Minimalismus und…

Das Gehirn im Turbo-Modus

Leo Babauta hat keine medizinische oder psychologische Ausbildung. Dennoch beschreibt er oft Symptome und Vorgänge, die viele kennen oft sehr treffend. In einem seiner aktuellen Artikel The Brain’s Fast Mode geht er darauf ein, dass wir in der heutigen Zeit oft in einem Modus sind, in dem wir sehr schnell sehr viele Informationen verarbeiten und darauf schnell und kurz reagieren, zum Beispiel auf viele E-Mails oder wenn wir den Stream eines sozialen Netzwerks wie Facebook oder Twitter durchgehen.

Mir ergeht es ergänzend ähnlich, wenn ich mir die täglich mehreren hundert neuen Beiträge in meinem RSS-Feed Reader feedly betrachte. Das ist für viele Vorgänge sehr effizient und anders würden wir mit der Flut von Informationen gerade als Wissensarbeiter vermutlich auch gar nicht mehr zurecht kommen (obwohl ich für mich schon daran gearbeitet habe, den Input deutlich zu reduzieren und überwiegend die Infos zu erhalten, dir mich auf wichtig und nützlich sind - dennoch bleibt reichlich übrig).…

Aufschieben kann auch hilfreich sein

Vor ein paar Jahren hätte vermutlich mit dem Begriff "Prokrastination" fast niemand etwas anfangen können. Mittlerweile jedoch ist die Aufschieberitis oder eben etwas wissenschaftlicher ausgedrückt Prokrastination ein richtiges Modethema geworden. Die Medien nehmen sich diesem an und es gibt zahlreiche Bücher, Internetseiten und Seminare, die helfen sollen, dem Übel zu begegnen. Ja selbst viele Psychotherapeuten haben die Prokrastination bzw. den Kampf dagegen in ihr Therapieprogramm aufgenommen. Ich selbst habe mich auch damit beschäftigt und kürzlich einen MOOC bei Iversity abgeschlossen, der das Thema Prokrastination zum Inhalt hatte.

Umso spannender fand ich die Überlegungen von Leo Babauta in seinem Blog Zen Habits, die er mit The Power of Delay überschrieben hat. Denn darin geht es darum, dass es sehr sinnvoll sein kann, etwas aufzuschieben - nämlich dann, wenn es um einen Impuls geht, der möglicherweise zu einer Handlung führt, die man ja "eigentlich" unterl…

Schwerpunkt Minimalismus in der Zeitschrift "Psychologie Heute"

Die Dezember-Ausgabe 2014 der Zeitschrift "Psychologie Heute" hat das Schwerpunktthema "Das reicht mir! - Die Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken".

Schon das Editorial geht darauf ein, dort zitiert Chefredakteur Heiko Ernst unter der Überschrift Weniger ist nicht immer mehr. Aber weniger ist meistens besser. unter anderem Duane Elgins Idee der freiwilligen Einfachheit oder das Konzept von Erich Fromm, der zwischen Haben und Sein unterschieden hat. Und er macht deutlich, dass Minimalismus zwar ein kleiner Trend sein mag, aber weit von einer Massenerscheinung entfernt ist die nötig wäre, um unsere Konsumwelt tatsächlich zu verändern - und das dies durchaus ein erstrebenswertes Ziel ist.

Der eigentliche Hauptartikel zum Thema Minimalismus wurde von Eva Tenzer verfasst und hat die Überschrift "Einfacher leben: Was brauchen wir wirklich?". Es wird auf die 100 thing challenge von Dave Bruno eingegangen und die Frage gestellt, wie viele Dinge denn wir…

Gefunden: Die Texte von Julia Engelmann

Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog schon den Poetry Slam Beitrag "Stille Wasser sind attraktiv" von Julia Engelmann vorgestellt. Und während der Text zu ihrem bekannten Vortrag "One Day / Reckoning Text" im Netz zur Verfügung steht, konnte ich den zu "Stille Wasser" bisher trotz umfangreicher Recherche nicht finden.

Das hat sich jetzt geändert, da Julia Engelmann unter dem Titel Eines Tages, Baby* eine Auswahl ihrer bisherigen Texte veröffentlicht hat, der gleich für mich auch die Gelegenheit war, erstmalig die Onleihe über meinen neuen Tolino 2 eBook-Reader zu testen (zwar über den eingebauten Browser etwas umständlich, aber sonst problemlos).

Der Band umfasst 14 Texte und gleich der erste ist "Stille Wasser sind attraktiv".

Hier die Übersicht über alle Beiträge des Bandes - meine Favoriten in Fettdruck:
- Stille Wasser sind attraktiv
- Nicht allein, aber einsam
- Erwachsenwerden
(Schönes Fazit: "Erwachsenwerden heißt ja nicht, dass ic…

10 Gründe, warum ich künftig kühl duschen werde

Heute habe ich mich dazu entschlossen und auch bereits damit begonnen, morgens nur noch kühl auf der kleinsten Stufe des Durchlauferhitzers zu duschen. Das ist wirklich kühl bzw. jetzt im Herbst/Winter schon eher kalt, aber nicht so (eis)kalt, wie mit purem kalten Wasser.

Ich habe mich bereits einige Male damit beschäftigt und Versuche gestartet, aber bisher nie mehr als einige Tage durchgehalten. Jetzt will ich versuchen, eine Gewohnheit dafür zu etablieren, indem ich meine Fortschritte dokumentiere. So habe ich auch schon andere Veränderungen etabliert, zum Beispiel morgens täglich um sieben Uhr aufzustehen.

Um eine Veränderung einzuführen finde ich es wichtig, mir die Gründe vor Augen zu halten, warum mir diese sinnvoll erscheint.

Hier also meine zehn Gründe für die kühle - und nicht kalte - Dusche am Morgen:

1. Die Dusche macht wach, das spart den Kaffee am Morgen ein und das erfrischte Gefühl tut gut
2. Zeiteinsparung: Ich dusche definitiv kürzer mit kühlem als mit warmem Wasser

Kurz notiert: Ich statt man - 33 Teile Challenge - Zen Habits Book

Im Blog Healthy Habits ist ein Aufruf erschienen, dass es besser ist in der Kommunikation bei sich selbst zu bleiben und nicht allgemein von "man" zu sprechen oder zu schreiben, sondern von sich selbst in Form von Ich-Botschaften. Besonders gelungen finde ich die zahlreichen Beispiele für "man"-Sätze mit den entsprechenden Übersetzungen, was man ;-) denn eigentlich wirklich damit sagen möchte. So steht "Da muss man durch." für "Da musst du durch!" oder "Da fühlt man sich hilflos." für "Ich brauche Hilfe!".

Dörte Giebel schreibt in ihrem Blog MinimaMuse über ihr neues Projekt, zu dem sie noch Mitstreiter/innen sucht. Es geht nach dem Vorbild #project333 darum, drei Monate lang mit nur 33 Kleidungsstücken auszukommen. Interessante Idee. Mir selbst gefallen solche festen Vorgaben nicht so sehr und ich möchte für meinen Minimalismus auch nicht diesen öffentlichen Druck bzw. feste Herausforderungen haben, sondern schaue lieber, woh…

Google Keep Notizen - so bin ich meine Notizzettel los geworden

Bereits seit Jahren versuche ich meinen Papierverbrauch zu reduzieren und nur noch das Nötigste auszudrucken und Konzepte und Gedanken bevorzugt am PC zu schreiben.

Lange Zeit gab es für mich keine Alternative für schnelle Notizen auf Papier. So habe ich in jedem Rucksack und auch zu Hause in fast jedem Raum einen Block mit Haftnotizen (immerhin Rcycling-Papier - diese hier: Post-it 655-1T Haftnotiz Recycling Notes Tower*) und auch einen ziemlich hohen Verbrauch davon gehabt. Aber für schnelle Notizen erst zum PC gehen, eine Datei zu öffnen und dort was rein zu schreiben war mir einfach zu umständlich.

Als ich dann auf Google Notizen (damals noch Google Keep) aufmerksam geworden bin, war ich sofort davon begeistert: Ein ganz simples Tool sowohl für das Web (Notebook/PC) als auch am Samrtphone und Tablet. Mit einem Klick aufgerufen, Notizen per Text oder Sprache eingeben und fertig. Automatisch synchronisiert.

Seitdem erfasse ich damit alle meine laufenden Notizen, die mir zwischendurc…

Was ich aus dem Buch Downgrade Deluxe mitnehme

Auf das Buch "Downgrade Deluxe: Mehr Zeit - Mehr Ruhe - Mehr von Dir" von Noemi Nolden (Amazon*) bin ich über den Blog MinimaMuse aufmerksam geworden.

Es folgt keine klassische Rezension oder umfassende Buchvorstellung, sondern es geht mir um eine Zusammenfassung der Gedanken, die ich für mich aus dem Buch mitgenommen habe bzw. die ich mir zu verschiedenen Punkten des Buchs gemacht habe.

Das Konzept von Downgrade Deluxe basiert darauf loszulassen und zu reduzieren - allerdings ohne sich dabei einzuschränken oder so minimalistisch wie möglich zu leben, sondern um das für sich selbst richtige und angenehme Maß zu finden. Das entspricht auch meinen Vorstellungen von Minimalismus. Und ich gehe auch mit der Einstellung konform, dass die Motive (auch) egoistischer Art sind - ich möchte freier, unbeschwerter und gesünder leben. Wobei es mir schon auch wichtig ist, dabei auf Nachhaltigkeit zu achten und die Umwelt zu schonen, oft als bewusster Nebeneffekt (wenn ich zum Beispiel bevo…

Gelesen: Kopfsache von Patrick Hundt

Seit langer Zeit verfolge ich den Blog introvertiert.org von Patrick Hundt und finde mich in vielen seiner Beiträge wieder. So war es für mich auch klar, dass ich sein kürzlich erschienenes Buch "Kopfsache - Liebe den introvertierten in dir" (Amazon)* lesen würde.

Hinzu kam, dass die digitale Version des Buchs für Amazon Prime Mitglieder kostenlos ausgeliehen werden konnte. Sehr praktisch für mich :-).

Die Taschenbuch-Variante des Buchs umfasst 200 Seiten und kommt mit einer Cover-Grafik daher, die mir nur mäßig gefällt. Es soll wohl deutlich werden, dass Introvertierte eher nachdenkliche Menschen sind mit häufig vielleicht auch eher ernstem oder verschlossenem Gesichtsausdruck, allerdings wirkt die dargestellte Person auf mich dann doch insbesondere durch den nach unten geneigten Kopf und Blick eher traurig und niedergeschlagen, was ein recht negatives Bild erzeugt.

Das Buch ist ein drei große Abschnitte aufgeteilt: 1. Über Introversion, 2. Ein Leben nach Präferenzen, 3. …

Fernstudiums-USP - Interview im AKAD Magazin

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In der 27. Ausgabe des AKAD-Hochschulmagazins vom Oktober 2014 ist ein Interview erschienen, das Dr. Jörg Schweigard, Chefredakteur des AKAD-Magazins, vor einiger Zeit telefonisch mit mir geführt hat. Auf der Titelseite wird der Beitrag mit "Fernstudiums-USP - Wie man sein Fernstudium im Job richtig vermarktet" angekündigt, der eigentliche Artikel ist mit "Von den Vorzügen, ein Fernstudierender zu sein" überschrieben.

Bei den Fragen geht es dann auch vor allem darum, was ein Fernstudent bzw. Absolvent eines Fernstudiums im Bewerbungsprozess tun kann, um gerade die positiven Besonderheiten eines Fernstudiums herauszustellen - also auch ganz bewusst auf die Unterschiede zum Präsenzstudium einzugehen.

Das Interview und weitere Auszüge aus dem Magazin stehen online zur Verfügung:
AKAD-Hochschulmagazin-27-2014.pdf by AKAD Bildungsgesellschaft mbH

Insgesamt steht diese Ausgabe des AKAD-Magazins unter dem Titel "Ganz schön erfolgreich - Wie das Äußere die Karriere bee…

Angemeldet: FachForum DistancE-Learning

Am 13. November 2014 findet das diesjährige FachForum des Verbandes Forum DistancE-Learning in Leipzig statt. Vor einigen Tagen habe ich eine Presseeinladung erhalten und mich für die Veranstaltung angemeldet.

Das FachForum findet zum Thema "Mediengestütztes Lernen: Motivation & Bildungserfolg" statt und es werden drei Vorträge angeboten:

Prof. Dr. Klaus Zierer, Universität Oldenburg
Auf die (Kooperation der) Lehrpersonen kommt es an!
Erwachsenenbildung und E-Learning im Licht der Hattie-Studie.


Claudia Bremer, studiumdigitale
Lernende online motivieren? Leicht gesagt, aber wie?

Prof. Dr. Markku Klingelhöfer
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Motivation - Wundermittel zur Erfolgs- und Leistungssteigerung?

Anschließend findet eine Diskussionsrunde statt.

Weitere Infos zum FachForum und ein Anmeldeformular auf dieser Seite:
http://forum-distance-learning.de/fachforum

Update 22.10.2014: Aufgrund ungünstiger Verkehrsverbindungen werde ich doch nicht an der Veran…

Fernkurs abgeschlossen, Fernstudium abgebrochen

Erfolg und Niederlage liegen manchmal dicht beieinander - wobei, so wirklich als Niederlage sehe ich es eigentlich nicht, dass ich mein Psychologie Fernstudium an der PFH vorzeitig beende.

Aber der Reihe nach.

Am vergangenen Samstag konnte ich die aktive Arbeit an meinen Fernlehrgang zum Psychologischen Berater bei Impulse mit der Abschlussarbeit beenden. Nun muss sie noch korrigiert und hoffentlich als bestanden bewertet werden, damit ich mein Abschlusszeugnis erhalte und damit eine interessante Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen wird.

Gleich am nächsten Tag, dem Sonntag, habe ich mal intensiv inne gehalten und eine Standortbestimmung für mich vorgenommen, was ich möchte und was auch möglich ist. Im Bezug auf meine Weiterbildung hat dies die Erkenntnis gebracht, dass ich mein Fernstudium zum B.Sc. Psychologie an der PFH kündigen werde - was ich gestern auch getan habe.

Ein wenig bedauere ich dies schon, jedoch überwiegt das Positive. In den letzten Monaten im Studium konnte ich …

Ein Tag der Besinnung

Gestern habe ich ein Vorhaben umgesetzt, das ich schon seit ungefähr einem Jahr vor mir her schiebe: Ein Tag der Besinnung mit dem Versuch, mal wirklich runter zu kommen und auch zu mir zu kommen und einige Entscheidungen und Überlegungen zu meinem Leben anzugehen.

Ein klein wenig habe ich mich dabei am Konzept "Tag der Stille" nach dem MBSR-Programm orientiert, wie er zum Beispiel im Buch "Stressfrei durch Meditation" von Maren Schneider (Amazon*) beschrieben wird. Allerdings nur in dem Sinne, dass ich besonders darauf geachtet habe, viele Aktivitäten ganz bewusst und ohne Ablenkung durchzuführen und einige Entspannungs- bzw. Meditationsübungen in den Tag eingebaut habe, so habe ich neben der Achtsamkeitsmeditation aus dem oben genannten Buch auch Yoga Nidra gemacht (und bin dabei wie so häufig eingeschlafen ;-)) oder habe mich einfach nur hingelegt und die Gedanken auf mich wirken lassen.

Ansonsten habe ich zum Beispiel entgegen meiner sonstigen Gewohnheit beim F…

Gott als Erfindung gegen die Angst vor dem Tod

Kürzlich ist mir das Buch Und Nietzsche weinte (Amazon) von Irvin David Yalom empfohlen worden, das ich zur Zeit mit großem Interesse lese. Interessant, dass ich gerade jetzt bei Facebook auf ein Interview mit Yalom aufmerksam geworden bin (wahrscheinlich hätte ich es sonst gar nicht beachtet).

Das Interview mit Yalom hat Barbara Bleisch für die SRF1-Sendung Sternstunden geführt.

Gleich zu Beginn geht es um das Thema Tod und auch weiterleben nach dem Tod und Yalom führt (sinngemäß) einen Gedanken aus, der mich auch schon lange beschäftigt. Dass Gott oder allgemeiner Religionen vermutlich eine Erfindung der Menschen sind, um weniger Angst vor dem Tod zu haben und nicht bereit sind zu akzeptieren, dass ihre Existenz endlich ist. Denn wohl in den meisten Religionen gibt es das Element des Weiterlebens nach dem Tod oder der Wiedergeburt, ja oft wird dies sogar verherrlicht und das irdische Leben nur als unwichtiger Schritt oder Vorbereitung für das "richtige" und ewige Leben ges…

Zwischenstand in meinem Psychologie Fernstudium

Seit April 2014 versuche ich mich nochmal an einem akademischen Fernstudium, um dran zu bleiben, wie es sich anfühlt, Fernstudent zu sein mit allen Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Als Anbieter habe ich mich für die PFH Göttingen entschieden und als Studiengang für das Psychologestudium mit dem Ziel Bachelor of Science. Über meine Studienfortschritte berichte ich in meinem Blog bei Fernstudium-Infos.de und außerdem in meinem Videlog bei YouTube. Dort habe ich aktuell auch mein Fazit zum ersten Semester veröffentlicht:


So lebe ich Minimalismus

Den von Dörte Giebel initiierten Blog Minima Muse habe ich euch ja bereits vorgestellt. Dörte hat mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich nicht einen Gastbeitrag für den Blog schreiben möchte. Diesem Wunsch bin ich mit dem Artikel "Mein Minimalismus" gerne nachgekommen.

In dem Beitrag beschreibe ich, wie ich zu Überlegungen gekommen bin, die im weitesten Sinne als Minimalismus bezeichnet werden können und was Minimalismus für mich ganz allgemein bedeutet sowie ich ihn zum Beispiel in den Bereichen Aktivitäten, Digitale Medien, Musik, Bücher, Geschirr und auch Kleidung, PC/Technik und Deko lebe. Und abschließend gehe ich noch darauf ein, warum ich das Ganze eigentlich mache.

Einige Gedanken davon wurden dann durch Rückfragen in den Kommentaren noch vertieft, unter anderem wie mein Umfeld auf diese Veränderungen reagiert.

Die Finanzierungsproblematik der FernUni Hagen

Durch einen Beitrag bei Fernstudium-Infos.de bin ich auf den aktuellen FAZ-Artikel zur Finanzierung der FernUni Hagen aufmerksam geworden, der deutlich macht, was für ein Ungleichgewicht hier besteht, indem das Land NRW zwar den größten Teil der Kosten trägt, aber weniger als die Hälfte der Studierenden aus NRW kommt. Und warum die anderen Bundesländer gar kein Interesse daran haben, daran etwas zu ändern. Meiner Meinung nach muss daher auf Bundesebene etwas passieren, um hier etwas zu ändern und die FernUni nicht nur zu erhalten und wachsen zu lassen, sondern auch an den aktuellen Veränderungen der Bildungslandschaft insbesondere durch die Digitalisierung und Neue Medien teilhaben zu lassen.

Minima Muse - der Minimalismus-Mitmach-Blog von Dörte Giebel

Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich mich schon seit Jahren mit Reduzierung und Minimalismus beschäftige. Ich finde es immer interessant, wie andere darüber denken und dies Leben und da passt das neue Projekt von Dörte Giebel, verbunden mit ihrem Blog Minima Muse sehr gut zu.

Gestartet ist der Blog am 20. Juni. Bisher habe ich ihn nur am Rande verfolgt und ihn mir nun einmal genauer angeschaut. Im Vorwort geht Dörte darauf ein, was der Blog für sie sein soll - Zettelkasten, Tagebuch, soziale Kontrolle und Vernetzung. Dabei soll auch der Blog selbst eine Community sein, wofür sie verschiedene Projekte geplant und zum Teil auch schon durchgeführt hat. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Gastbeiträge von Menschen, die sich ebenfalls mit dem Thema Minimalismus beschäftigen.

Spannend finde ich zum Beispiel den Gastbeitrag zum Thema Minimalismus und Geschenke. Ich habe dazu eine etwas andere Einstellung und bin in einem Kommentar ausführlich darauf eingegangen.

Die erste offene Mitmac…

Leo Babauta gibt Tipps für Väter

Leo Babauta, Autor des Blogs zenhabits, hat sechs Kinder und bereits seit 21 Jahren Erfahrungen als Vater. Im Beitrag The Essence of Fatherhood: 6 Simple Lessons gibt er einiges von dem wieder, was er als Lehren aus dieser Zeit gezogen hat. Alle Tipps eignen sich übrigens auch für Mütter :-)

Hier meine freie Interpretation seiner sechs Tipps:

1. Liebe deine Kinder
(Your first job is to love them)
Diesen Hinweis stellt Babauta mit der Ergänzung für seine Kinder da zu sein ganz bewusst an die erste Stelle. Vieles Andere ergibt sich dann daraus fast von selbst. Wobei ich ja meine, dass Liebe für seine Kinder auch in eine verkehrte (zum Beispiel über-behütete) Richtung gehen kann. Dennoch, ohne Liebe geht es nicht - meiner Meinung nach sollte sich diese insbesondere darin ausdrücken, seine Kinder wertzuschätzen, sie in ihrer Persönlichkeit ernst zu nehmen und darin zu unterstützen, sich zu entwickeln.

2. Dein Vorbild ist wichtiger als deine Worte
(Your example is more important than your word…

Ist Geben besser als Nehmen?

Der Sinnspruch "Geben ist seliger als nehmen" ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Aber trifft er auch uneingeschränkt zu? Sicher ist es gut, anderen etwas abzugeben und sie zu unterstützen und nicht nur an sich selbst zu denken und alles haben zu wollen. Dennoch sehe ich auch andere, etwas kritischere Aspekte.

1. Geben als Aufdrängen

Es stellt sich doch die Frage, ob geben wirklich in altruistischer Form erfolgt, oder nicht oft vielmehr ein Mittel zum Zweck ist und vielleicht dazu dient, andere zu manipulieren.

Da wird zum Beispiel dem anderen etwas geschenkt, um ihn zu einer Aktivität zu bringen (zum Beispiel das Sportgerät oder der Gutschein für ein Probetraining), seinen Kleidugsgeschmack dein eigenen Wünschen anzupassen oder aber zu einer Veranstaltung einzuladen, die man doch selbst gerne endlich mal besuchen möchte und nicht alleine hin gehen mag.

Und einem "geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul" - also hat der Geschenkte auch die Verpflichtung, …

Bewusst leben - aber ohne Aktionismus

In seinem Blog-Artikel Schwere und Leichtigkeit macht sich Christian Spannagel darüber Gedanken, ehrlich und humorvoll sehr bewusst durch das Leben zu gehen und die Zeit zu nutzen - gerade als Mensch, der wie er als Atheist davon ausgeht, dass die eigene Existenz mit dem Tod endet.

Ich selbst habe mittlerweile eine agnostische Haltung, was für mich bedeutet, dass ich letztlich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es irgendein "höheres Wesen" oder ein Leben nach dem Tod gibt - ich vermute eher nicht, vor allem bin ich aber zu dem Ergebnis gekommen, dass es für mein Leben hier auf der Erde unbedeutend ist.

Mir ist es wichtig, bewusst und in der Gegenwart zu leben, aber bei allem bewusst sein für die Endlichkeit auch nicht in einen Aktionismus zu verfallen und zu meinen, dass ich jetzt das Maximum an Aktivitäten, Erfahrungen etc. aus meinem Leben heraus holen müsste. Diesen Aktionismus erlebe ich oft und bei vielen Menschen und ich habe den Eindruck, dass dieser eher zu Stress f…

The Circle: Google - Facebook - 1984

Das Buch "The Circle" (Amazon*) von Dave Eggers beschreibt ein privates Unternehmen, das sich ganz der Transparenz und Öffentlichkeit aller Menschen verschrieben hat, dies als Ideal verkauft und es allen Menschen aufzwingen will.

Vieles, was darin beschrieben wird, lässt sich heute bereits in sozialen Netzwerken beobachten und ist technisch bereits machbar, wenn auch noch nicht in der im Buch beschriebenen Perfektion.

So gibt es ja bereits Geräte, die fortlaufend Vitalfunktionen wie Puls, Sauerstoffsättigung oder Schritte messen und in der Cloud speichern, auf Wunsch auch veröffentlichen. In "The Circle" trägt man dafür dann irgendwann einen Chip in sich, der Säuglingen verpasst wird und einen dann sein Leben lang begleitet.

Der Roman zeigt sehr schön auf, welche Schattenseiten auf den ersten Blick positiv erscheinende Entwicklungen haben können und wie sie zum Gegenteil von dem führen können, für das sie eigentlich gedacht waren.

So ist es in "The Circle"…

Edward Snowden bei TED

Edward Snowden im März 2014 live auf der TED-Konferenz in Vancouver/Kanada. Nicht persönlich, sondern per Videochat mittels eines Robots und auch nicht wie sonst bei TED üblich mit einem Vortrag, sondern mit einem Interview. Und auch mit der ungewöhnlichen Länge von mehr als 30 Minuten, die ich aber gerne investiert habe, um einmal aus erster Hand mehr zur NSA, zu den Gefahren und Hintergründen, und auch zur Person und Motivation Snowdens zu erfahren. Als Gast ist auch Sir Timothy John Berners-Lee kurz mit auf der Bühne, der Begründer des World Wide Web. Ein sehr interessantes Video. Die Fragen stellt Chris Anderson, der Leiter von TED.



Unter anderem fand ich die Aussage interessant, dass durch die auf Verlangen der NSA eingerichteten Backdoors in vielen Systemen nicht nur die NSA Zugang zu kritischen Daten erhalten kann, sondern jeder, der die Zeit und Energie aufwendet und über die nötigen Ressourcen verfügt, um diese verborgenen Zugänge zu finden. Und dadurch vielleicht ein weit g…

Neue Beiträge im zenhabits-Blog: Schlaf, Gewohnheiten, Angst etc.

Ich bin ja ein großer Fan des Blogs zenhabits von Leo Babauta. In diesem Artikel möchte ich auf einige Beiträge aus dem Blog eingehen, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind.

Die Bedeutung des Schlafs
The Incredible Importance of Sleep for Habits & Motivation

Leo ist früher zu extrem frühen Zeiten aufgestanden und steht wohl auch jetzt noch früher auf, als viele andere Menschen (mich eingeschlossen ;-)). In diesem Beitrag beschreibt er aber, dass er im Laufe der Zeit festgestellt hat, wie bedeutsam es für ihn ist, ausreichend Schlaf zu bekommen, da sonst seine Gewohnheiten und allgemein seine Motivation leidet.

Ein Phänomen, das ich selbst auch schon beobachtet habe. Wenn ein bestimmter Grad an Müdigkeit erreicht ist, geht fast nichts mehr - die Konzentration fällt schwer, zu jeder Kleinigkeit muss ich mich aufraffen und an Kreativität ist oft auch nicht mehr zu denken. Manchmal hilft es mir dann, eine kleine Pause einzulegen oder mir eine Aufgabe zu suchen, die mich besonders beg…

Gelesen: Roles and Student Identities in Online Large Course Forums

Im E-Journal "International Review of Research in Open and Distance Learning" wurde eine Studie zur Nutzung von Online-Foren an Hochschulen veröffentlicht (Roles and Student Identities in Online Large Course Forums: Implications for Practice), die an der Open University UK durchgeführt wurde.

Die Studie kann hier in verschiedenen Formaten abgerufen werden:
http://www.irrodl.org/index.php/irrodl/article/view/1593

Untersucht wurde ein internes Forum der Hochschule, das einem Kursmodul mit mehr als 2.500 Studierenden offen steht. Für die Untersuchung wurden 1.000 Studierende zufällig für einen Online-Fragebogen ausgewählt. Endgültige Antworten lagen von 100 Studierenden vor.

Quantitativ wurde untersucht, wie intensiv und für welche Zwecke das Forum genutzt wurde und wie sicher sich die Studierenden dabei fühlten, selbst Beiträge zu erstellen.

Die meisten Studierenden (38,1 Prozent) bezeichnen sich selbst als gelegentliche Schreiber (occasional poster), nur 6,2 Prozent als regelm…

Gelesen: MOOCs Massive Open Online Courses - Offene Bildung oder Geschäftsmodell?

Dieses von Prof. Rolf Schulmeister herausgegebene Buch (Amazon)* versucht sich dem Phänomen der MOOCs (Massive Open Online Courses) durch eine Sammlung von Texten verschiedener Autoren zu nähern. Diese wurden nach einer längeren Einleitung in die beiden Abschnitte Erfahrungsberichte sowie Analysen/Reflexionen einsortiert.

Es gibt einige Themen und Fragen, die immer und immer wieder aufgetaucht sind:

1. Wie kann die Finanzierung der Erstellung und Pflege der auf den ersten Blick kostenlos erscheinenden MOOCs sichergestellt werden?

2. In welcher Form können MOOCs zu (akademischen) Abschlüssen führen oder auf solche angerechnet werden?

3. Welche Betreuungsformen sind bei Kursen mit tausenden von Teilnehmern nötig und möglich?

4. Die aktuell eingesetzten Materialien (meist Videos in Verbindung mit Quizzes) sind von sehr unterschiedlicher Qualität.

5. In Zusammenhang mit MOOCs ist oft von einer (überfälligen oder gefährlichen?) Industrialisierung der Bildung die Rede.

In der Einleitung geh…