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Was ich aus "The Power of Less" von Leo Babauta mitnehme

Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich sehr stark von Leo Babauta inspiriert bin. Das bisher wichtigste und meiner Meinung nach auch beste Buch von ihm ist Zen To Done (Amazon*) - was ich daraus für mich gemacht habe, habe ich in diesem Blogartikel ausführlich beschrieben.

Heute möchte ich auf das Buch "The Power of Less" (Amazon*) von ihm eingehen, das im Grund in eine ähnliche Richtung zielt, allerdings mehr die Reduzierung als die Gewohnheiten in das Zentrum stellt. Wobei die Reduzierung dann oft auch wieder über Gewohnheiten (Habits) erreicht wird ;-)

Ich werde das Buch nicht insgesamt vorstellen, sondern nur das zusammenfassen, was ich daraus nochmal für mich besonders mitnehme. Vieles ist mir schon sehr bekannt und vertraut gewesen und habe ich daher nur überflogen oder war für meine Lebenssituation nicht relevant oder habe ich längst umgesetzt.

Das Buch gliedert sich in zwei große Teile. Im ersten Teil werden die grundlegenden Prinzipien des Konzepts eingefüh…

LIEBSTER Award: Minimalismus Fragen und Antworten

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Von den MinimaMusen bin ich zum LIEBSTER Award nominiert worden und danke hiermit für die Nominierung und nehme gerne teil :-)

Am Rande habe ich schon das eine oder andere Mal Beiträge zu dieser Aktion gesehen, mich aber noch nicht intensiv damit beschäftigt. Nachdem ich nun nominiert wurde habe ich versucht herauszufinden, wer denn hinter diesem Award steckt, der im Grund ein immerwährendes Blogstöcken (oder etwas negativer ausgedrückt ein virtueller Kettenbrief ;-)) ist. Fündig geworden bin ich nicht. Ich habe nur herausgefunden, dass sich schon einige andere mit dieser Frage beschäftigt haben und trotz umfangreicher Recherche zu keinem Ergebnis gekommen sind.

Okay, worum geht es? - Ich und einige andere haben von den MinimaMusen elf Fragen gestellt bekommen, die es in einem Blogbeitrag zu beantworten gilt. Dann sollten bis zu elf weitere Blogger (eher unbekannte sollen es sein) wieder elf (neue) Fragen gestellt werden usw.

Meine Antworten

Da ich die Fragen zum Thema Minimalismus und…

Das Gehirn im Turbo-Modus

Leo Babauta hat keine medizinische oder psychologische Ausbildung. Dennoch beschreibt er oft Symptome und Vorgänge, die viele kennen oft sehr treffend. In einem seiner aktuellen Artikel The Brain’s Fast Mode geht er darauf ein, dass wir in der heutigen Zeit oft in einem Modus sind, in dem wir sehr schnell sehr viele Informationen verarbeiten und darauf schnell und kurz reagieren, zum Beispiel auf viele E-Mails oder wenn wir den Stream eines sozialen Netzwerks wie Facebook oder Twitter durchgehen.

Mir ergeht es ergänzend ähnlich, wenn ich mir die täglich mehreren hundert neuen Beiträge in meinem RSS-Feed Reader feedly betrachte. Das ist für viele Vorgänge sehr effizient und anders würden wir mit der Flut von Informationen gerade als Wissensarbeiter vermutlich auch gar nicht mehr zurecht kommen (obwohl ich für mich schon daran gearbeitet habe, den Input deutlich zu reduzieren und überwiegend die Infos zu erhalten, dir mich auf wichtig und nützlich sind - dennoch bleibt reichlich übrig).…

Aufschieben kann auch hilfreich sein

Vor ein paar Jahren hätte vermutlich mit dem Begriff "Prokrastination" fast niemand etwas anfangen können. Mittlerweile jedoch ist die Aufschieberitis oder eben etwas wissenschaftlicher ausgedrückt Prokrastination ein richtiges Modethema geworden. Die Medien nehmen sich diesem an und es gibt zahlreiche Bücher, Internetseiten und Seminare, die helfen sollen, dem Übel zu begegnen. Ja selbst viele Psychotherapeuten haben die Prokrastination bzw. den Kampf dagegen in ihr Therapieprogramm aufgenommen. Ich selbst habe mich auch damit beschäftigt und kürzlich einen MOOC bei Iversity abgeschlossen, der das Thema Prokrastination zum Inhalt hatte.

Umso spannender fand ich die Überlegungen von Leo Babauta in seinem Blog Zen Habits, die er mit The Power of Delay überschrieben hat. Denn darin geht es darum, dass es sehr sinnvoll sein kann, etwas aufzuschieben - nämlich dann, wenn es um einen Impuls geht, der möglicherweise zu einer Handlung führt, die man ja "eigentlich" unterl…

Schwerpunkt Minimalismus in der Zeitschrift "Psychologie Heute"

Die Dezember-Ausgabe 2014 der Zeitschrift "Psychologie Heute" hat das Schwerpunktthema "Das reicht mir! - Die Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken".

Schon das Editorial geht darauf ein, dort zitiert Chefredakteur Heiko Ernst unter der Überschrift Weniger ist nicht immer mehr. Aber weniger ist meistens besser. unter anderem Duane Elgins Idee der freiwilligen Einfachheit oder das Konzept von Erich Fromm, der zwischen Haben und Sein unterschieden hat. Und er macht deutlich, dass Minimalismus zwar ein kleiner Trend sein mag, aber weit von einer Massenerscheinung entfernt ist die nötig wäre, um unsere Konsumwelt tatsächlich zu verändern - und das dies durchaus ein erstrebenswertes Ziel ist.

Der eigentliche Hauptartikel zum Thema Minimalismus wurde von Eva Tenzer verfasst und hat die Überschrift "Einfacher leben: Was brauchen wir wirklich?". Es wird auf die 100 thing challenge von Dave Bruno eingegangen und die Frage gestellt, wie viele Dinge denn wir…

10 Gründe, warum ich künftig kühl duschen werde

Heute habe ich mich dazu entschlossen und auch bereits damit begonnen, morgens nur noch kühl auf der kleinsten Stufe des Durchlauferhitzers zu duschen. Das ist wirklich kühl bzw. jetzt im Herbst/Winter schon eher kalt, aber nicht so (eis)kalt, wie mit purem kalten Wasser.

Ich habe mich bereits einige Male damit beschäftigt und Versuche gestartet, aber bisher nie mehr als einige Tage durchgehalten. Jetzt will ich versuchen, eine Gewohnheit dafür zu etablieren, indem ich meine Fortschritte dokumentiere. So habe ich auch schon andere Veränderungen etabliert, zum Beispiel morgens täglich um sieben Uhr aufzustehen.

Um eine Veränderung einzuführen finde ich es wichtig, mir die Gründe vor Augen zu halten, warum mir diese sinnvoll erscheint.

Hier also meine zehn Gründe für die kühle - und nicht kalte - Dusche am Morgen:

1. Die Dusche macht wach, das spart den Kaffee am Morgen ein und das erfrischte Gefühl tut gut
2. Zeiteinsparung: Ich dusche definitiv kürzer mit kühlem als mit warmem Wasser

Kurz notiert: Ich statt man - 33 Teile Challenge - Zen Habits Book

Im Blog Healthy Habits ist ein Aufruf erschienen, dass es besser ist in der Kommunikation bei sich selbst zu bleiben und nicht allgemein von "man" zu sprechen oder zu schreiben, sondern von sich selbst in Form von Ich-Botschaften. Besonders gelungen finde ich die zahlreichen Beispiele für "man"-Sätze mit den entsprechenden Übersetzungen, was man ;-) denn eigentlich wirklich damit sagen möchte. So steht "Da muss man durch." für "Da musst du durch!" oder "Da fühlt man sich hilflos." für "Ich brauche Hilfe!".

Dörte Giebel schreibt in ihrem Blog MinimaMuse über ihr neues Projekt, zu dem sie noch Mitstreiter/innen sucht. Es geht nach dem Vorbild #project333 darum, drei Monate lang mit nur 33 Kleidungsstücken auszukommen. Interessante Idee. Mir selbst gefallen solche festen Vorgaben nicht so sehr und ich möchte für meinen Minimalismus auch nicht diesen öffentlichen Druck bzw. feste Herausforderungen haben, sondern schaue lieber, woh…

Google Keep Notizen - so bin ich meine Notizzettel los geworden

Bereits seit Jahren versuche ich meinen Papierverbrauch zu reduzieren und nur noch das Nötigste auszudrucken und Konzepte und Gedanken bevorzugt am PC zu schreiben.

Lange Zeit gab es für mich keine Alternative für schnelle Notizen auf Papier. So habe ich in jedem Rucksack und auch zu Hause in fast jedem Raum einen Block mit Haftnotizen (immerhin Rcycling-Papier - diese hier: Post-it 655-1T Haftnotiz Recycling Notes Tower*) und auch einen ziemlich hohen Verbrauch davon gehabt. Aber für schnelle Notizen erst zum PC gehen, eine Datei zu öffnen und dort was rein zu schreiben war mir einfach zu umständlich.

Als ich dann auf Google Notizen (damals noch Google Keep) aufmerksam geworden bin, war ich sofort davon begeistert: Ein ganz simples Tool sowohl für das Web (Notebook/PC) als auch am Samrtphone und Tablet. Mit einem Klick aufgerufen, Notizen per Text oder Sprache eingeben und fertig. Automatisch synchronisiert.

Seitdem erfasse ich damit alle meine laufenden Notizen, die mir zwischendurc…

Was ich aus dem Buch Downgrade Deluxe mitnehme

Auf das Buch "Downgrade Deluxe: Mehr Zeit - Mehr Ruhe - Mehr von Dir" von Noemi Nolden (Amazon*) bin ich über den Blog MinimaMuse aufmerksam geworden.

Es folgt keine klassische Rezension oder umfassende Buchvorstellung, sondern es geht mir um eine Zusammenfassung der Gedanken, die ich für mich aus dem Buch mitgenommen habe bzw. die ich mir zu verschiedenen Punkten des Buchs gemacht habe.

Das Konzept von Downgrade Deluxe basiert darauf loszulassen und zu reduzieren - allerdings ohne sich dabei einzuschränken oder so minimalistisch wie möglich zu leben, sondern um das für sich selbst richtige und angenehme Maß zu finden. Das entspricht auch meinen Vorstellungen von Minimalismus. Und ich gehe auch mit der Einstellung konform, dass die Motive (auch) egoistischer Art sind - ich möchte freier, unbeschwerter und gesünder leben. Wobei es mir schon auch wichtig ist, dabei auf Nachhaltigkeit zu achten und die Umwelt zu schonen, oft als bewusster Nebeneffekt (wenn ich zum Beispiel bevo…

Gelesen: Kopfsache von Patrick Hundt

Seit langer Zeit verfolge ich den Blog introvertiert.org von Patrick Hundt und finde mich in vielen seiner Beiträge wieder. So war es für mich auch klar, dass ich sein kürzlich erschienenes Buch "Kopfsache - Liebe den introvertierten in dir" (Amazon)* lesen würde.

Hinzu kam, dass die digitale Version des Buchs für Amazon Prime Mitglieder kostenlos ausgeliehen werden konnte. Sehr praktisch für mich :-).

Die Taschenbuch-Variante des Buchs umfasst 200 Seiten und kommt mit einer Cover-Grafik daher, die mir nur mäßig gefällt. Es soll wohl deutlich werden, dass Introvertierte eher nachdenkliche Menschen sind mit häufig vielleicht auch eher ernstem oder verschlossenem Gesichtsausdruck, allerdings wirkt die dargestellte Person auf mich dann doch insbesondere durch den nach unten geneigten Kopf und Blick eher traurig und niedergeschlagen, was ein recht negatives Bild erzeugt.

Das Buch ist ein drei große Abschnitte aufgeteilt: 1. Über Introversion, 2. Ein Leben nach Präferenzen, 3. …